Gute Arbeit, Jungs & Mädels!

Karma Konsum

Unsere Leistungen: Workshops

Hintergrund

2014 drehte sich auf der KarmaKonsum Konferenz in Frankfurt am Main alles um das Thema “Simplicity. Die Notwendigkeit von Einfachheit und Entschleunigung im Business.” Toll!, dachten wir uns und wollten unbedingt eine Übung zum Thema „Gute Arbeit“ anbieten, was für uns so viel wie sinnvolle Arbeit bedeutet.

Die Idee

Beim Thema sinnvolle Arbeit fragen wir uns allzu oft „Was kann unser Chef dafür tun, dass meine Arbeit einen Sinn bekommt?“ und nicht „Was können wir dafür tun?“. Deshalb warfen wir mit unseren Workshop-Teilnehmern mal einen genaueren Blick auf unser Arbeitsleben – oder besser mehrere Blicke.

In Stellung gehen.

Laut INQA Studie geben 92% der Deutschen an, dass „Gute Arbeit“ gleichbedeutend mit einem „festen, verlässlichen Einkommen“ ist. Selbstbestimmtes Handeln? Fehlanzeige. Gallup (2014) weist außerdem darauf hin, dass 84% der Deutschen höchstens „Dienst nach Vorschrift“ machen. So macht man nämlich nichts falsch. Klingt nach defensivem Arbeitskampf.

Stellungspiel.

Über die Köpfe von Playmobilfiguren hinweg über die eigenen Situation zu blicken und zu sprechen, erschafft eine gewisse Distanz und Draufsicht, die ein Entkommen aus festgefahrenen Denkstrukturen ermöglicht. Es erleichtert auch Gruppen den Austausch über Probleme im Arbeitsalltag oder der Organisation im Allgemeinen zu sprechen.

Stellung beziehen.

Wigwam glaubt an gute, sinnvolle Arbeit. Darum haben wir uns eigene Spielregeln auferlegt, die es uns erlauben, uns weitgehend dem Höher-Schneller-Weiter-Mantra zu entziehen. Klappt nicht immer. Aber immer öfter.

Ablauf

Für diese Übung bedienten wir uns der allseits beliebten Playmobil-Figuren. Die Teilnehmenden waren veranlasst, sich eine Figur auszusuchen, die sie im Arbeitsleben symbolisiert und auf das Spielfeld zu stellen. Wichtig war es, sich zu den anderen Spielfiguren/Teilnehmenden zu positionieren und zuvor Gesagtes damit aufzugreifen. Unterbrechungen und Bewertungen waren nicht erlaubt.

Kommentare, Frage und Stichworte des Gesagten wurden von den anderen Teilnehmenden in einem Rahmen, welcher um das Spielfeld herum gezeichnet wurde, schriftlich und wortlos festgehalten. Nachdem sich alle positioniert hatten, warfen wir aus den unterschiedlichen Himmelsrichtungen gemeinsame Blicke auf die von uns gebaute „Arbeitswelt“. Die Himmelsrichtung standen für unterschiedliche Emotionen & Zustände: Skepsis, Angst, Glück und Zukunft. Aus diesen Perspektiven kommentierten die Teilnehmenden was sie durch die unterschiedlichen Brillen sahen und fühlten, bezogen auf die Gesamtsituation und der einzelnen Figuren darin.

 

Anschließend bastelten wir die Arbeitswelt der Zukunft- so wie sie im besten Fall sein sollte. Aber nur mit alledem, was schon da war. D.h. nichts durfte hinzugefügt oder weggenommen werden. Es wurde diskutiert und notiert, aufgestellt und abgeändert, bis die perfekte Arbeitswelt stand. Zum Schluss notierte die Gruppe die wichtigsten Punkte, welche für sie eine „gute“ Arbeitswelt ausmacht.

 

Resultat

Die unterschiedlichen Perspektiven auf das eigene Arbeitsleben weiten die Wahrnehmung auf diese. Plötzlich erscheint die eigene Situation nicht nur in einem schwarz-weißen Licht, vertrackt oder unabänderlich. Einige Teilnehmende gingen mit mehr Klarheit aus der Übung, manche hat es dazu bewegt, ihre Situation zu ändern oder aber mit einer neugewonnenen Leichtigkeit zu akzeptieren.

Das Projektteam

Claire Born
Prozessgestalterin
Malte Hein
Sonnenanbeter
Matthias Riegel
Dramaturg
Susan Schulze
Handwerkerin

Karma Konsum

Der Kongress ist eine Leitveranstaltung und Top-Networking-Event für Entscheider und Vordenker im Bereich verantwortungsvolles und bewusstes Wirtschaften sowie nachhaltige und gesunde Lebensstile.