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Auftrag Arbeiterkind: E-Learning und viel, viel Kreide

vonMaike Janssenam01.10.2013
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„Habt ihr eigentlich schon mal was mit E-Learning gemacht?“ Mit dieser Anfrage begann die Zusammenarbeit mit dem Bildungsnetzwerk Arbeiterkind.de. Nein, mit Software-Entwicklung zum Lernen hatten wir Anfang 2012 tatsächlich noch nichts zu tun gehabt. Doch als die Arbeiterkind.de-Gründerin Katja Urbatsch uns die Hintergründe ihrer Frage erläuterte, merkten beide Seiten schnell: Das braucht es auch gar nicht.

Ziel des an uns herangetragenen Projekts sollte sein, Interessierten die verschiedenen Engagement-Möglichkeiten bei der Initiative aufzuzeigen. Bei allen Aufgaben geht es darum, junge Menschen zu unterstützen, die als erste in ihrer Familie studieren oder studieren wollen. Eine Gruppe, die laut Arbeiterkind.de mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen hat. Mangelnde Unterstützung durch Lehrer, Eltern und Freunde oder Unkenntnis über Finanzierungsmöglicheiten sind darunter nur zwei der üblichen Hindernisse.

Vor allem die bewegenden Lebensgeschichten der bereits aktiven Mentorinnen und Mentoren überzeugten uns vom Engagement bei Arbeiterkind.de und so entschieden wir uns, genau diese Geschichten in den Mittelpunkt des Schulungsprogramms zu stellen. Heraus kamen dabei ein übergreifendes animiertes Erklärvideo sowie vier Interviewfilme, die wir in Hamburg, Duisburg, Mannheim und Berlin drehten.

Wir, das waren in erster Linie Maike, die für Story, Interviews und Projektmanagement verantwortlich war und Malte, der sich nächtelang durch 2.500 Kreide-Zeichnungen kämpfte, die am Ende unseren ersten komplett selbst produzierten Animationsfilm ergaben. Als wir die fertigen Filme unseren Eltern vorführten, konnten die sich eine Träne nicht verkneifen. Der Grund: Wir sind selbst „Arbeiterkinder“. Und so war die wunderbare Zusammenarbeit auch ein gutes Stück Selbsterfahrung.

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Die Projekt-Financiers vom Bundesministerium für Bildung und Forschung waren übrigens begeistert vom Ergebnis, während Katja Urbatsch und die Arbeiterkind-Mentoren die Videos seit September 2012 landauf, landab erfolgreich für Schulungszwecke verwenden. Das etwas andere E-Learning mit Happy End also.

 

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